Alte Hasen, neue Wege: Nine Inch Nails, Radiohead und Saul Williams
Was haben Nine Inch Nails, Radiohead und Saul Williams gemeinsam? Sie sind etablierte Größen in der Musikwelt, gehen aber neue Wege:
Nine Inch Nails haben ihr neues Album fertig gestellt. "Ghosts I" kann nicht nur frei heruntergeladen werden, es steht sogar unter einer Creative Commons Lizenz. Und, als ob das nicht genug wäre, sollen die Bandmitglieder selbst beim Verteilen im Bittorrent-Netz geholfen haben. Nichtsdestotrotz darf man das gute Stück auch erwerben.
Mit dem Abschied vom 'Mann in der Mitte' - der klassischen Plattenfirma, geht die Band ähnliche Wege, wie vor kurzem Radiohead: Auf der Website zum aktuellen Album kann der Musikliebhaber selbst bestimmen, wieviel er für den Download von "In Rainbows" ausgeben möchte.
Saul Williams geht einen anderen Weg: Für "The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust!" bezahlt man entweder 5 Dollar oder nichts, wobei dann der Bestellvorgang entfällt.
Update: Als sich die Smashing Pumpkins im Jahre 2000 erstmals trennten,
brachten sie noch, quasi als Abschiedsgeschenk, Machina II unter die
Leute. Es wurden nur 25 Exemplare produziert. Und weil das zu wenig
ist, bot man das Werk auch zum gratis Download an. Zahlreiche Konzertmitschnitte der Kürbisse gibt es übrigens auch.
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Kommentare
Update. --- "You can’t
21. März 2008 - 16:28 – moonsUpdate.
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"You can’t repeat the past." (F. Scott Fitzgerald, The Great Gatsby)
zu "außer Frage"
5. März 2008 - 8:12 – el-feDu weißt doch, dass das Gehirn solche Dinge von allein richtig stellt . Ich musste lange suchen, bis ich diesen Fehler entdeckt habe
Aber vielleicht entstehen dadurch auch die Missverständnisse, weil das Gehirn mancher Menschen etwas anders "richtig stellt" ?
"[...] we believe in finding
5. März 2008 - 2:37 – moons"[...] we believe in finding ways to utilize new technologies instead of fighting them. We encourage you to share the music of Ghosts I with your friends, post it on your website [...]"
Aus der README.txt von Ghosts I
Es handelt sich übrigens um ein Instrumental-Album.
PS: Verdammt, es muss "außer Frage" heissen.
Das hat was mit freier Musik
4. März 2008 - 18:53 – moonsDas hat was mit freier Musik und neuen Wegen der Verteilung von Kunst zu tun. BerlinerStrassen geht, meine ich, einen ähnlichen Weg.
UPDATE: Ah, jetzt sehe ich. Das Thema Berlin wurde nicht abgewählt.
@Napo: Natürlich kriegen die Menschen lieber etwas geschenkt. Wir wollen aber mal schauen, was die Zukunft bringt. Es steht aus der Frage, dass im Falle Radiohead viele nichts bezahlt haben. Andererseits sollen etwa ein Drittel gut gespendet haben. Radiohead haben die Mittel und den Bekanntheitsgrad, um dieses Experiment wagen zu können.
Die Online-Verteilung macht Produktion und Vertrieb um viele Größenordnungen preiswerter. Musikmachen wird demokratischer, wenn jeder, unabhängig von einem Label, ein weltumspannendes Publikum erreichen kann.
Es wird dahin zurückgehen, dass nicht Tonträger primäre Einnahmequelle sind, sondern Konzerte und Merchandising. Mozart hat auch keine Platten verkauft.
Zu dem Thema möchte ich jedem Steal This Film II ans Herz legen.
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"People always think something's all true." (J. D. Salinger)
Re: "nicht wirklich umsonst"
4. März 2008 - 18:40 – moonsRe: "nicht wirklich umsonst"
Woanders besorgen: "Ghosts I-IV is licensed under a Creative Commons Attribution Non-Commercial Share Alike license." [nin.com] - Das heisst, jeder darf Ghosts I-IV verteilen und verschenken. Sogar Remixes erlaubt diese Lizenz. Dann legt mal los. :)
'Musikdieb' und NiN-Frontmann Reznor freut sich auf ein Wiedersehen in der Piratenbucht. ;)
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Cool NIN mochte ich schon
4. März 2008 - 16:15 – schnizZzlaCool NIN mochte ich schon immer, doch wie ich sehe muss man für NIN Ghosts I eine E-Mail-Adresse angeben, die auch existiert... das nenne ich also nicht wirklich umsonst ;-) Aber was hat das eigentlich mit Berlin zu tun?
Kein Mensch zahlt was füt
4. März 2008 - 14:44 – NapoKein Mensch zahlt was füt etwas das er umsonst bekommen kann. Daher wurden die Zahlen auch nicht veröffentlich, weil diese unfassbar gering waren.
Alternative Einnahmequellen existieren hier nur begrenzt, daher wird die Musikindustrie auch weiterhin alles daran setzen Raubkopien so gut wie möglich zu unterbinden.
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